St. Jakob in Sontbergen

 

Einkehrstätte für Pilger entlang des Jakobusweges zwischen
Rothenburg und Ulm.

Die kleine, im Kern wohl mittelalterliche Saalkirche am Rande Sontbergens mit ihren Reitertürmchen im Osten, ist erstmals 1356 urkundlich bezeugt und besaß vor der Reformation Pfarrechte. Als Jakobuskirche war und ist sie heute wieder eine wichtige Station für die Pilger auf dem fränkisch-schwäbischen Jakobusweg von Rothenburg nach Ulm.

 

Die Renovierungsphasen des Kirchleins in den Jahren 1596, 1691 sowie 1778 und 1858/59 bestimmen die heutige äußere Erscheinung.

Der Altar stammt aus dem Jahr 1696 und die Sakristei muss während der Umbauphase Ende des 18. Jahrhunderts entstanden sein. Die ältesten Zeitzeugen sind jedoch die Glocke aus dem 13. Jahrhundert und der Taufstein aus dem 15. Jahrhundert.
Die kleine sechsregistrige Orgel ist die einzige, die vom Göppinger Orgelbauer Gebrüderpaar Schäfer in Württemberg noch im Original erhalten ist. Das Pfeifenwerk wurde nicht barockisiert und hat somit seinen weichen Klangcharakter behalten, wodurch die Orgel zu den wahren Kleinoden der Orgelbaukunst zählt. Im Zuge der von der evangelischen Kirchengemeinde im Jahr 1992 veranlaßten Renovierung, erhielt die Orgel auch wieder Zinnpfeifen. Die ursprünglichen waren bereits im 1. Weltkrieg zu Rüstungszwecken entnommen und durch verzinkte Blechpfeifen ersetzt worden. Die 20 ersetzten Pfeifen wurden im Rahmen eines Kirchenfestes mit Orgelweihe versteigert.

Die 5 Kirchenfenster wurden Ende 2004 von dem bekannten Ellwanger Pfarrer und Künstler Sieger Köder neu gestaltet und zeigen unter anderem die Geschichte des Jakobus und seines Sternenweges, den er nach seiner Berufung im Zeichen der Muschel ging.






















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