Der Hungerbrunnen bei Heldenfingen
Eine geologische Besonderheit mit eigener Geschichte
Zu den besonderen Merkmalen der Karstlandschaft der Schwäbischen Alb
zählen die "Hungerquellen", deren Schüttung sehr stark
von den Karstgrundwasserständen abhängt und die oftmals über
Jahre hinweg trockenfallen. Der Hungerbrunnen fließt nur in übernassen
Jahren, die früher allgemein Hungersnöte im Gefolge hatten. Daher
auch die Bezeichnung.
Eine derartige geologische Besonderheit findet sich dort, wo die Gemarkungen von Heldenfingen, Heuchlingen (beides Ortsteile der Gemeinde Gerstetten) und Altheim (Alb-Donau-Kreis) zusammentreffen. An dieser Stelle war im Mittelalter Niemandsland, wo sich "Vogelfreie" ungestört und unverfolgt bewegen konnten und an diesem Ort wird seit Jahrhunderten am Palmsonntag der traditionelle "Brezgenmarkt", einst ein Heirats- und Krämermarkt, abgehalten.


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