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Schwäbischer Albverein Gerstetten

Die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins wurde 1892 gegründet. 1992 konnte mit einem großen Festakt das 100jährige Jubiläum feierlich begangen werden. Aus diesem Anlass wurde auch eine Festschrift verfaßt.
Die Mitgliederzahl liegt bei 300. Die Schwerpunkte unserer Arbeit werden durch die Worte "Natur - Heimat - Wandern" umrissen.
Unser Wegwart betreut und pflegt 58 km markierter Wanderwege, darunter 2 Rundwanderwege zum Naherholungsgebiet an den "Wettertannen" mit Grillstellen. Das genaue Wander- und Veranstaltungsprogramm ist den Internetseiten der Gemeinde zu entnehmen. Zu allen Wanderungen und Veranstaltungen sind Gäste stets herzlich willkommen.

 

 

 

Natur- und Landschaftsschutz
Den Naturschutzdienst gibt es hier seit 1937. Es werden 13 Landschaftsschutzgebiete und 11 Naturdenkmale betreut. Alljährlich wird im Frühjahr der "Tag des Baumes" begangen. Dazu wurden in den letzten Jahren mehr als 200 junge Bäume gepflanzt, darunter alte Obstbaumsorten und seltene Waldbäume. Die Sorge um diese Bäume ist uns das ganze Jahr über ein wichtiges Anliegen. Daneben pflegen und überwachen wir ein Feldgehölz, das wir 1985 in einem aufgelassenen Steinbruch angelegt haben.
Die Pflege der heimischen Wachholderheiden ist für uns eine ständige Aufgabe, da es auf der Gemarkung Gerstetten 271 ha schützenswerte Heideflächen gibt. Es gilt der stets drohenden Verbuschung Einhalt zu gebieten, um die vielfältige Flora und Faune dieses seltenen Trockenrasenbiotops zu erhalten. Daher ist jedes Jahr im Herbst eine große Heideputzete auf unserem Programm.


Der ehemalige Bier- und Eiskeller "Hirschwirts Keller" wurde in mühevoller Arbeit in den Jahren 1995-1999 als Winterquartier für die bedrohten Fledermäuse wieder zugänglich gemacht. Verschiedene Umweltschutzpreise waren die Anerkennung für die geleistete Arbeit.


Für viele Jahre ehrenamtliche Pflegearbeit auf den Wacholderheiden rund um Gerstetten erhielten in Bad Wurzach die Gerstetter Heidepfleger aus der Hand von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch den vom Schwäbischen heimatbund ausgelobten und vom Sparkassenverband Baden-Württemberg geförderten Kulturlandschaftspreis 2009.

 

 

 

 

 

 

Die hiesige Tracht stammt aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts und war in dieser Form bis auf kleine Abweichungen in allen evangelischen Dörfern der Ostalb verbreitet. In einigen Ortschaften des Ulmer Landes wird sie zum Teil noch heute von alten Frauen ausschließlich getragen. Charakteristisch ist das mit bunten Streublümchen bestickte schwarze Samtmieder der Frauentracht. Der Rock besteht aus schwerem, dunkelkariertem Wolltuch mit breitem schwarzem Samtbelag am Saum.
Diese Tracht wird von unserer Volkstanzgruppe bei ihren Auftritten getragen. Dadurch hat die Tracht eine neue Verwendung gefunden. Die Männer sind entsprechend gekleidet. Die Volkstanzgruppe ist seit ihrer Gründung im Jahr 1981 in verschiedenen Ländern Europas zu Gast gewesen und ist mit vielen anderen Gruppen Süddeutschlands freundschafflich verbunden. Das Tanzrepertoir umfaßt eine große Zahl zum Teil auch weniger bekannter Tänze aus dem schwäbischen Raum, aus Süddeutschland, aus Deutschland und dem angrenzenden europäischen Ländern.
Auch das örtliche Brauchtum wird gepflegt. So findet jährlich am 1. Mai ein gemeinsames Singen und Tanzen um den Maibaum statt.
Am Gerstetter Herbstmarkt (2. Mittwoch im Oktober ) wird der Füllestanz durchgeführt. Dieser Tanzwettbewerb ist ein aus dem Mittelalter stammender Brauch. Das Siegerpaar bekam früher das Füllen (Fohlen).
Seit einigen Jahren haben sich Männer mit der Kunst des Fahnenschwingens befaßt. Handbemalte Fahnen zeigen die jeweiligen Wappen ihrer Heimatgemeinde. Zu besondern Anlässen wird die "Deutsche Reihe" geschwungen.


Unter den verschiedenen geselligen Veranstaltungen der Ortsgruppe ist auch unsere Kunkelstube hervorzuheben, die allmonatlich im Winterhalbjahr stattfindet. Hier treffen sich Frauen und Männer zum Spinnen, Stricken, Erzählen, Singen und Geschichtenhören.

Zur Erhaltung und Pflege der Streuobstgärten veranstaltet unsere Ortsgruppe seit 2005 am ersten Freitag im März eine Mostprobe mit Prämierung der selbstgekelterten Möste. Dieser gesellige Abend mit Sprüchen, Gedichten, Geschichten und Liedern ist ganz der Huldigung dieses urschwäbischen Hausgetränks gewidmet. Teilnehmer aus Gerstetten und des weiteren Umlandes stellen ihren Most zur Verfügung, der dann sowohl von einer fachkundigen Jury als auch von allen anwesenden Gästen geprüft und bewertet wird. Ein sehr vergnüglicher Abend, der aus unserem Jahresprogramm nicht mehr wegzudenken ist.

 

 

 

 


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