Pilisvörösvár , deutsch auch Werischwar genannt, liegt im Herzen des Piliser Beckens etwa 20 km von der ungarischen Hauptstadt Budapest entfernt.
Seit
dem 5.Mai 1996 pflegen Pilisvörösvár und Gerstetten partnerschaftliche
Beziehungen, die auf den bereits im Vorfeld geknüpften Freundschaften
zwischen Vereinen, der Feuerwehr und dem Roten Kreuz der beiden Gemeinden
aufbaut.
Heute florieren in der nur 20 km von Budapest ent-fernten aufstrebenden Kleinstadt im Piliser Becken Handel und Gewerbe. Aus dem früheren Straßendorf hat sich ein Stadtkern mit Wohnsiedlungen und Industriegebieten entwickelt. Im alten Dorfkern gibt es auch noch typische Häuser der deutschen Kolonisation. 12.000 Einwohner, davon 60 Prozent mit deutscher Abstammung, wohnen in dem inzwischen schmucken einstigen Bergwerks-dörfchen. Zwar wurde der Steinkohlebergbau 1949 stillgelegt, geblieben ist aber die Wasserquelle der Flöze. Vier große Fischteiche bereichern das Freizeitangebot. Besonders beliebt sind auch die süßen Produkte der Marzipanfabrik am Ort.
Arbeitsplätze gibt es zudem in einer Großbäckerei, in Steinhauereien und Stein-brüchen, in denen Material aus Dolomit verarbeitet wird. Neben einem Einkaufszentrum laden hübsche ,,Tante-Emma-Läden", Klein- und Kleinstfachgeschäfte zum Bummel durch die Hauptstraße. Viele Pilisvörösvárer arbeiten aber in der naheliegenden Auto- oder Fotochemischenlndustrie oder in der benachbarten Landeshauptstadt.
Ein Kulturhaus gilt als Zentrum des städtischen Gemeinschaftslebens und die Grundlagen der Bildung bieten eine Stadtbibliothek, fünf Kindergärten (davon 3 deutschsprachige), 2 Grund- und Hauptschulen sowie ein Gymnasium und eine Fachmittelschule für Außenhandel. Zur Unterbringung der Jüngsten gibt es eine Kinderkrippe. Die Senioren werden in einem großzügigen Altenheim umsorgt.
Aus der Geschichte:
Der erste Mensch erschien in der Gegend des Pilisch-Gebirges nahe der heutigen Hauptstadt Budapest gegen Ende der letzten Eiszeit. Die Jäger im Pilisch-Gebirge waren wahrscheinlich Seitenabkömmlinge der Gravetti-Stämme aus dem Flachland. Die Urmenschen dieser Gegend durften außer den natürlichen Wohnungen der Höhlen auch die in die Erde gegrabene Wohnhütten gekannt haben.
In den Jahren um den Anfang unserer Zeitrechnung verlegte Kaiser Augustus die Grenzen des Römischen Reiches mit der Besetzung von Transdanubien bis zur Donau vor. Um diese zu schützen, wurden entlang des Flusses Steinlager mit Wachtürmen erbaut (Limes). Auf der Gemarkung des 1997 zur Stadt erhobenen Pilisvörösvár wurden drei römische Meilensteine gefunden. Die Gegend war Ende des 16. Jahrhunderts, während der Türkenherrschaft, Schauplatz hin und her wogender Kämpfe.
Eine besondere Bedeutung hat neben dem Wein- und Getreideanbau in der Geschichte Pilisvörösvárs die Steinkohle. 1903 wurde unter belgischer Leitung mit der Abteufung eines Zwillingsschachtes im südlichen Teil des Dorfes begonnen. Er wurde nach dem Generaldirektor des Trustes Leopoldschacht genannt. Mit dem Grubenwasser konnte Energie gewonnen werden.

Die katholische Kirche in Pilisvörösvár steht alljährlich während des großen Kirtogfestes im August im Mittelpunkt des Geschehens. Auch die Kirchengemeinden von Gerstetten und Pilisvörösvár pflegen wie viele Vereine umfangreiche Beziehungen.
TriNa Orchestra 2011
Sechzig junge Franzosen, Deutsche und Ungarn im Alter von 13 bis 30 Jahren, aus den Musikschulen von Cébazat (F), Gerstetten (D) und Pilisvörösvar (H) trafen sich vom 24.04. bis 02.05.2011 auf der Internationalen Musikschulakademie Schloss Kapfenburg (Baden Württemberg).
Das Projekt bestand darin, ein Programm für ein Blasorchester zu erarbeiten welches am 30. April 2011 in Gerstetten aufgeführt wurde.
Während der Begegnung wurde an fünf Tagen geprobt. Die zwei restlichen Tage wurde für landeskundliche Erlebnissen sowie einem kulturellen-, sprachlichen und kulinarischen Austausch genutzt!
Hier können Sie das Konzert vom 30. April ansehen.

