Gussenstadt 
Die Gründung dürfte in das 8. oder 9. Jahrhundert zurück reichen. 1143 wurde Gussenstadt, das ein historisches Marktrecht hat, erstmals urkundlich erwähnt und ist wahrscheinlich als Gründung auf dem Besitz eines "Guzzo" anzusehen.
Der am 1. Juli 1971 eingemeindete Ortsteil von Gerstetten mit seinen rund 1550 Einwohnern hat sich durch die Ansiedlung verschiedener Firmen von einem typischen Bauerndorf mit vielen Mittel- und Kleinbetrieben zu einer Arbeiterwohngemeinde entwickelt, in der auch heute noch einige größere landwirtschaftliche Betriebe vorhanden sind. An dieser Entwicklung hatte die im Jahr 1906 gebaute Nebenbahnstrecke zwischen Gerstetten und Amstetten einen großen Anteil.
Ursulastift
Die Brüder Valentin und Georg Thierer vermachten einen Großteil
ihres Vermögens zum Beginn des 20. Jahrhunderts der Gemeinde. Ihnen sind
auch das Ursulastift, das älteste Heimatmuseum Baden-Württembergs,
und die Jakobshalle zu verdanken, in der alljährlich vielseitige kulturelle
Veranstaltungen und Ausstellungen stattfinden.
Michaelskirche
Besonders
bemerkenswert ist auch die Michaelskirche von Gussenstadt, eine der schönsten
Dorfkirchen Württembergs aus dem Jahr 1150 (1691 renoviert zum heutigen
Erscheinungsbild). Das Bild "Christus als Apotheker" genießt
besondere Beachtung und stammt aus dem Jahr 1580.

